Archiv des Autors: Frank Will

Messepräsenz für Armstrong Hannover – jürgensarchitekten

„Als perfekte Ergänzung zum klassischen Architekturmodell arbeiten wir mit 3D-Visualisierungen, um die Atmosphäre auf den geplanten Messeständen wiederzugeben.
Mit Allplan haben wir hierfür das geeignete Tool an der Hand und können unseren Kunden so einen ersten Blick in die Zukunft bieten.“
(Natalie Jürgens, Geschäftsführerin von jürgensarchitekten)

copyright by jürgensarchitekten

copyright by jürgensarchitekten

Der Messestand für den Bodenbelaghersteller Armstrong auf der Fachmesse Domotex 2006 stellte besondere Ansprüche an Architektur und Kommunikation. Die mit 80 Quadtratmetern überschaubare Standfläche sollte ein breites Spektrum an Bodenbelägen großzügig und ansprechend präsentieren. Dies gelang durch eine einzigartige Wellenform: Vom Boden über die Rückwand bis zur Decke zogen sich in einer dynamischen Welle die elastischen und textilen Bodenbeläge abwechselnd in farbigen und schwarzen Streifen. Darin wirkte der Bodenbelag dreidimensional und avancierte somit selbst zum Exponat. Besonderes Highlight für die Planer von schindlerarchitekten war die experimentelle Herangehensweise an diesen Entwurf.

Die Stuttgarter Architekten konnten frei über Gestalt, Materialien und Verarbeitung entscheiden, diese beliebig einsetzen und neu kombinieren. Gleichzeitig stellte sie der immense Zeitdruck vor eine schwierige Aufgabe und verlangte nach optimierten Prozessen. Gerade die  anspruchsvolle Geometrie des Standes mit vielen Rundungen machte das Arbeiten mit einem
professionellen CAD-Programm unerlässlich. Allplan von Nemetschek wurde daher für den gesamten Planungsprozess eingesetzt – vom Entwurf über die Ausführungsplanung bis hin zu
den detaillierten Werkplänen. Von zentraler Bedeutung für die Architekten war dabei der hohe Komfort, den das Programm beim Datenaustausch mit Planungspartnern bietet. Denn  Kommunikation auf kurzen Wegen ist ein absolutes Muss, wenn es um termingerechtes Bauen geht.

Über das Unternehmen
Das von Uwe Schindler gegründete Architekturbüro schindlerarchitekten wird seit März 2007 unter dem Namen jürgensarchitekten weitergeführt. Die Schwerpunkte des Büros sind Architektur, Messedesign und Bauen im Bestand.Weitere Informationen: www.juergensarchitekten.de

Produkte / Lösungen Allplan Architektur
Projektdaten
Bauherr Armstrong DLW,
Bietigheim-Bissingen
Planung und Bauleitung
schindlerarchitekten, Stuttgart
Flächennutzung
BGF: 80 m2
Wettbewerb
– Adam Award 2006 in Silber
Kategorie M
– Nominiert für den Deutschen
Designpreis 2007
Planungsbeginn
Herbst 2005
Bauzeit
Beginn: 01/2005
Fertigstellung: 01/2006

Allplan GmbH, Munich, Germany; © Projekt: Messepräsenz für Armstrong

Copyright Bildmaterial: Messepräsenz für Armstrong Hannover – jürgensarchitekten

Gatehouse 5 in Bremerhaven – F. D. Tollé Architekt BDB

Termingerechte Fertigstellung und kollisionsfreie Realisierung aller Gewerke

Im Rahmen des größten europäischen Hafenbauprojektes der Gegenwart, dem Bau des Container Terminal 4 wird die Flußanlegestelle „Stromkaje“ um weitere 1,7 km verlängert. In diesem Zusammenhang wurde von EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH im
März 2005 ein Ideenwettbewerb mit der Wettbewerbsaufgabe „Entwurf eines Empfangs-, Büro- und Sozialgebäudes“ für den Logistikpartner North Sea Terminal Bremerhaven GmbH & Co. ausgelobt.

copyright by F. D. Tollé Architekt BDB

copyright by F. D. Tollé Architekt BDB

 

„Allplan Architektur und Ingenieurbau in Verbindung mit Haustechnik ist die perfekte Kombination, um ein durchgängiges Arbeiten zu ermöglichen und Redundanzen zu
vermeiden. Das bedeutet, schnelleres Planen und Realisieren, was wiederum für den Bauherrn eine enorme Kostenersparnis darstellt. (Dipl.-Ing. Arch. Christian Lüth, Leiter CAD und Ausführungsplanung, Tollé Architekten Stadtplaner Ingenieure)

Die Aufgabe erforderte aufgrund der zukünftigen parallelen Nutzung durch interne und externe Personen mit einer Terminalgrenze innerhalb des Gebäudes besondere Sensibilität. Darüber hinaus sollte der Bau jederzeit aufstockbar sein, ohne grundsätzliche Funktionsbereiche später neu zu organisieren. Die Lösung der Architekten mit einer klaren horizontalen Gliederung, einem großzügigen Eingangstor und gleichzeitig offener Empfangshalle sowie der Technikzentrale im 6. OG überzeugte auch das Preisgericht. Das Verwaltungsgebäude  präsentiert sich mit 6.200 m2 Büroflächen, Sozialräume für ca. 500 Angestellte, eine großzügige Kantine, die Truckerabfertigung und Meetingräume mit Blick über das neue Container Terminal 4. Der Terminplan war sehr eng gesteckt. Die Umsetzung der anspruchsvollen Konstruktion gelang allen Beteiligten. Der Umzug der Abteilungen fand wie geplant statt und ist inzwischen komplett fertig gestellt. Bei der Realisierung des Bürogebäudes wurde als Ergänzung zu Allplan Architektur und Ingenieurbau die Lösung Allplan Haustechnik und die Statiklösung von Friedrich + Lochner eingesetzt. Die aufeinander abgestimmte Programmstruktur ermöglichte ein durchgängiges Arbeiten ohne doppelte Eingaben oder redundante Informationen. Ein  wichtiger Aspekt, insbesondere in Bezug auf den eng gesteckten Terminrahmen, war die Kollisionskontrolle. Alle Fachplaner waren direkt eingebunden und haben gemeinsam in einem 3D-Modell gearbeitet. Dadurch konnten Brennpunkte, wie beispielsweise die verschiedenen Trassenleitungen von Heizung, Sanitär und Medien, im Planungsprozess frühzeitig erkannt
und gesteuert werden.

Über das Unternehmen
Das Architekturbüro wurde 1978 von Dipl.-Ing. Architekt F.-D. Tollé gegründet und wird weiterhin von der Familie Tollé geführt. Als Generalplaner beschäftigt das Büro 60 Mitarbeiter, unter ihnen Architekten, Stadtplaner, Bauingenieure und haustechnische Ingenieure, so dass für jedes Projekt eine „Rundum-Sorglos-Betreuung“ möglich ist. Die realisierten Projekte umfassen eine breite Spanne von Industrie- und Gewerbebau, Verwaltungsbauten und Banken über Hotels bis hin zu Kindergärten und Schulen. Weitere Informationen: www.arch-tolle.de

Produkte / Lösungen
Allplan Architektur
Allplan Ingenieurbau
Allplan Haustechnik
CINEMA 4D

Projektdaten
Bauherr
Eurogate Container Terminal
Bremerhaven GmbH
Generalplanung F. D. Tollé Architekt BDB
Projekt- und Bauleitung Dipl.-Ing. U. Bade
Entwurf Dipl.-Ing. Architekt Jon Östhus
Innenraumplanung Dipl.-Ing. Architektin Jutta Hoffmann
Statik Dipl.-Ing. Gunnar Jepsen
Haustechnik Dipl.-Ing. Jan Kretschmer
Elektroplanung Dipl.-Ing. Rolf Winter
Baukosten (netto)
9,9 Mio. Euro inkl. NK
Flächennutzung
BGF: 7.750 m2
BRI: 29.750 m3
Planungsbeginn
07/2005
Bauzeit
Beginn: 01/2006
Fertigstellung: 02/2007

Allplan GmbH Munich, Germany; © Projekt: Gatehouse 5 auf dem Container Terminal 4 in Bremerhaven Copyright Bildmaterial: Generalplanung F. D. Tollé Architekt BDB

Produktionshallen mit Büroeinheit – winkel & partner architekten

Neubau Produktionshallen mit Büroeinheit

„Auch komplexe Entwürfe, wie die 13 Meter hohe, um 8 Grad nach außen geneigte Glasfront des Eingangsbereiches konnte mit Allplan optimal umgesetzt werden. Der ständige Datenaustausch mit dem Mutterkonzern in Israel funktionierte reibungslos.“
(Dipl.-Ing. Dietmar Winkel Architekt BDA, winkel & partner architekten)

copyright by winkel & partner architekten

copyright by winkel & partner architekten

Das im Dreiländereck Hessen / NRW / Rheinland-Pfalz direkt an der A 45 errichtete  rchitektonisch markante Produktions- / Verwaltungs- und Marketinggebäude der Firma Ingersoll Werkzeuge besticht durch seine Geradlinigkeit. Es reagiert hervorragend auf die hügelige Landschaft und stellt durch seine geraden Formen einen anregenden Kontrast zur Umgebung dar. Die Realisierung des Neubaus war im Hinblick auf die knappe Bauzeit und die hohen Ansprüche an Koordination und Planung eine ganz besondere Herausforderung für das ausführende Architekturbüro, welches hier als Generalplaner / -architekt tätig war.
Der Auftrag für Planung und Ausführung wurde dem Büro im Dezember übertragen. Schon im April des darauffolgenden Jahres wurde begonnen das 66.000 m2 große, bewaldete, auf dem Höhenrücken des Rothaargebirges gelegene Baugrundstück in nur dreieinhalb Monaten für die Bebauung vorzubereiten. 220.000 m2 Erdreich wurden hierbei bewegt, bevor der eigentliche Bau nach Zeitplan im September begonnen werden konnte, um das Gebäude planmäßig nach 14-monatiger Bauzeit dem Bauherrn zu übergeben.

Die symmetrische Struktur des Gebäudes erleichterte die Planung erheblich, obwohl die beiden jeweils 3.000 m2 großen Hallenkörper unterschiedlichen Nutzungen unterliegen. Als Verbindungsstück in der Mitte fungiert ein viergeschossiger Rundbau mit 50 Meter Durchmesser, in dem sich 4.400 m2 Bürofläche, ein Auditorium für 120 Personen, eine Kantine (Blickfang bei Nacht), der zentrale Warenein- und ausgang, Großraumbüros sowie mehrere Besprechungszimmer befinden. Der Eingangsbereich fällt vor allem durch seine gläserne Rundfassade (Foyer / Eingang) ins Auge. Die Glasfront ist 13 Meter hoch und um 8 Grad nach außen geneigt, was bewusst einen Spiegeleffekt erzeugt. Die Neigung der Fassade wird durch eine seilverspannte Pfosten-Riegel-Konstruktion erzeugt. Sie stellte eine große Herausforderung für die Statiker und Hersteller dar. Die von den Planern eingesetzte Software Allplan war eine hilfreiche und notwendige Handreichung, ohne die das Konstruieren nur schwer möglich gewesen wäre.Durch die unmittelbare Nähe zur stark befahrenen Autobahn und deren Auswirkung (Streusalzverwirbelungen, etc.) auf die Fassadenmaterialien wurde für die Hallenverkleidung eine Edelstahlkassette mit Leinenstruktur gewählt. Im Inneren des Foyers kam ein ganz besonderer Baustoff aus dem Heimatland des Auftraggebers zum Einsatz: Jerusalem Stone, sowohl an der Wand als auch auf dem Boden.

Über das Unternehmen
Das Büro winkel & partner architekten in Wilnsdorf bei Siegen wurde im Mai 1981 von Dipl.-Ing. Architekt Dietmar Winkel BDA gegründet und ist ein seit vielen Jahren für unterschiedlichste Auftraggeber auch überregional erfolgreich tätiges Büro in den Bereichen Architektur und Städtebau. Weitere Informationen: www.winkel-partner.de

Produkte / Lösungen Allplan Architektur
Projektdaten
Bauherr
Ingersoll Werkzeuge GmbH,
Haiger
Generalarchitekt Planung
und Bauleitung
winkel & partner architekten,
Wilnsdorf
Baukosten (netto)
17,5 Mio. Euro Gebäude
6,5 Mio. Euro Haustechnik
Flächennutzung
BGF: 13.500 m2
BRI: 115.000 m3
Planungsbeginn
12/2000
Bauzeit
Beginn: 04/2001
Fertigstellung: 11/2002

Allplan GmbH, Munich, Germany; © Projekt: Ausstellungsplanung Deutschen Historischen Museum – Volkhausen + Lubkoll Copyright Bildmaterial:Volkhausen + Lubkoll

Fachhochschule Osnabrück – Jockers Architekten, Stuttgart

Seit 1971 gibt es die Fachhochschule Osnabrück. Im Jahre 2004 erfolgte der Spatenstich zur Erweiterung des Hochschulgebäudes: Auf dem Gelände der ehemaligen Caprivi-Kaserne wurde ein neues Hörsaal- und Seminargebäude für die Bereiche Wirtschafts- und  Ingenieurwissenschaften errichtet. Das Stuttgarter Büro Jockers Architekten gewann im Dezember 2001 den Wettbewerb für dieses Projekt.

copyright by jockers Architekten

copyright by jockers Architekten

Die Neubauten sollten in das denkmalgeschützte Ensemble der umgebenden alten, preußischen Kasernenbauten eingegliedert werden. Um die stadträumliche Qualität des denkmalgeschützten Areals zu betonen, wurde daher die Gestalt des Gebäudes bewusst reduziert. Zudem wurden alle Seminar- und Hörsaalbereiche großflächig angelegt und in einem breit gelagerten eingeschossigen Gebäudeteil untergebracht. Der neue Campus sollte von dem riegelartig geplanten Baukörper wie eine Art Stadtterrasse eingefasst werden. Entstanden ist ein Komplex, der neben Hörsälen und Seminar- bzw. Gruppenräumen auch Medienräume, Archive, aber auch Büro- und Verwaltungszimmer enthält. Die Fachhochschule Osnabrück ist heute auf architektonischer Ebene eine progressive, international orientierte Hochschule, die neben funktionalen, auch ästhetischen und architekturphilosophisch geleiteten Anforderungen selbstbewusst entspricht. Die Anforderungen für das im Jahre 2006 mit dem niedersächsischen
BDA-Preis ausgewählte Projekt waren bei der Planung hoch gesteckt:

Zum Einen galt es, den vom Auftraggeber gesteckten Finanzrahmen genau einzuhalten. Um dies gewährleisten zu können, waren genaue und termingerechte Absprachen essenziell. Der permanente Austausch zwischen dem Architekturbüro in Stuttgart und dem Ort der Ausführung in Osnabrück war eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Die Kommunikation erfolgte zwischen den Vertretern des Bauherrn, der Bauleitung vor Ort und den beteiligten Fachplanern von Planungsdaten stets auf elektronischem Wege. Hier bewährten sich die definierten Schnittstellen von Allplan zu anderen CAD-Programmen, insbesondere beim Im- und Export auch von großen Datenmengen. Ohne Zeitverlust konnten sich alle Beteiligten jederzeit über den Planungsstand informieren, sich austauschen und gegebenenfalls auf den neuesten Stand bringen. „Besonders vorteilhaft wirkte sich der Marktstatus des Softwareprodukts aus: Durch die große Verbreitung von Allplan konnten auch neu eingestellte Büromitarbeiter ohne große Einlernphase sofort produktiv arbeiten. Bei der kurzen Planungs- und Realisierungszeit war dies oft zwingend erforderlich“, so Architekt Michael Jockers. Über das Unternehmen Jockers Architekten stehen für qualitativ hochwertige, individuelle Planungen von kostengünstigen, wirtschaftlichen Gebäuden, in enger Zusammenarbeit mit den Bauherren. Über besondere Kenntnisse und umfangreiche Erfahrungen verfügt das Büro in der Planung öffentlicher Bauten. Die Realisierung von Gewerbe- und Industriegebäuden bietet Jockers Architekten in der Regel als Generalplaner an. Weitere Informationen: www.jockers.net

Produkte / Lösungen Allplan Architektur
Projektdaten
Bauherr
Stiftung Fachhochschule
Osnabrück (ab 01/2004), Land
Niedersachsen, vertreten durch
Staatliches Baumanagement
Osnabrück (bis 12/2003)
Planung und Bauleitung
Jockers Architekten, Stuttgart
Baukosten (netto)
14,2 Mio. Euro
Flächennutzung
BGF: ca. 7.050 m²
BRI: ca. 33.500 m³
Wettbewerb
2001, 1. Preis (europaweit)
Planungsbeginn 01/2002
BauzeitBeginn: 02/2003
Fertigstellung: 10/2004

Allplan GmbH Munich, Germany; © Projekt: Fachhochschule Osnabrück – Jockers Architekten, Stuttgart
Copyright Bildmaterial: Jockers Architekten, Stuttgart

Mercedes-Benz auf der IAA 2003 – ktp architekten, ostfildern

Mercedes-Benz auf der IAA 2003
Messestand und Inszenierung

copyright by ktp architekten

copyright by ktp architekten

Das architektonische Konzept

Die Vielfalt der Produkte in der einheitlichen Marke Mercedes-Benz bestimmt das architektonische Konzept. Geschaffen werden ein großer Raum und die Möglichkeit für mehrere individuelle Teilräume.

Eine scheinbar schwebende Ringfigur bildet das große memorable Bild. Sie ist in die bestehende Kontur der Festhalle eingefügt. Ihre Fassade wird zum Innenraum hin mit horizontalen Lamellen aufgelöst und erscheint – je nach Blickwinkel – eher offen oder eher begrenzend. Sie lässt so immer wieder neu das Ganze oder die Teile erleben. Gezielte Öffnungen schaffen besondere Orte, laden zum Verweilen und Beobachten ein, verschaffen Überblick, Konzentration und Kontemplation im Wechsel. Die Vorderkanten der geschwungenen Lamellen sind ringsum medial bespielt. Sie entmaterialisieren die Figur und unterstützen die wechselnden Perspektiven. Der Zentralraum der Festhalle und das Innere der Ringfigur stehen in einem spannenden und stets erlebbaren Dialog.

copyright by ktp architekten

copyright by ktp architekten

Der Rohbau des Standes und viele Ausbauteile entsprechen weitgehend dem Standbau des Jahres 2001. Der Kern bleibt, das Erscheinungsbild wandelt sich: nicht nur Ressourcen schonende Notwendigkeit, sondern Teil einer kontinuierlichen und immer wieder überraschenden Konzeptfolge der IAA-Auftritte von Mercedes-Benz in der Festhalle.

Architektur und kommunikatives Medium

Die Marke Mercedes-Benz als dynamisches System und die Produkte mit ihren technischen Innovationen erlebbar zu machen, ist das Ziel des Gesamtkonzepts. Durch die enge Zusammenarbeit von Architekten, Kommunikationsdesignern und Medientechnikern wurde es möglich, die Lamellenfassade medial zu bespielen. Eine innovative Weiterentwicklung der LED-Technologie ermöglicht eine, in dieser Dimension noch nicht realisierte, mediale Architektur. Der Gesamtraum beginnt zu „atmen“ und wird dramaturgisch rhythmisiert. Das inhaltliche und visuelle Zusammenspiel von LED und Fassade sorgt dafür, dass die Botschaften zu den technologischen Innovationen, zum SLR wie zur Vision CLS kraftvoll abgesetzt und nachhaltig verankert werden können.

copyright by ktp architekten

copyright by ktp architekten

Licht und Grafik

Lichtgestaltung und Grafik unterstützen die räumliche und zeitliche Dramaturgie. Neben allen funktionalen Anforderungen werden sie inszenatorisch eingesetzt, um Themen und Produkte zu akzentuieren. In enger Abstimmung mit Architektur und Kommunikation werden Räume und Teilbereiche lichtgestalterisch kreativ herausgearbeitet. An einigen Stellen entwickelt das Grafikdesign eine eigenständige kommunikativ-atmosphärische Schicht, während es an anderen Stellen auf Navigation und Information reduziert ist. Dabei durchzieht das Motiv der Lamellen die einzelnen Themenräume in Variationen und verbindet sie zu einem gestalterischen Ganzen. Als ordnendes visuelles Werkzeug fassen die integrativen Linien unterschiedliche Elemente wie Monitore, Terminals und Typografie zu einer Geste zusammenfassen.

Aufbau

In 63 Werktagen erfolgt der Aufbau des Messestandes. 12.100 qm Ausstellungsfläche und 4.200 qm Serviceflächen werden von zeitweise bis zu 400 auf der Baustelle arbeitenden Handwerkern erstellt.

Auszüge aus dem Pressetext von Mercedes-Benz vom 03.09.2003

Allplan Handelsvertretung, Stuttgart, Germany; © Projekt: Mercedes-Benz auf der IAA 2003 – ktp architekten, ostfildern
Copyright Bildmaterial: ktp architekten, ostfildern