Archiv des Autors: Frank Will

Tibetisches Gesundheitszentrum Hüttenberg / Österreich – ARGE PLAN*WERK*SÜD

Neubau eines Ausbildungs- und Gesundheitszentrums mit angeschlossenem Hotel

„Durch die detailgetreue Rekonstruktion des Entwurfs im 3D-Modell ist die Planung reibungslos verlaufen. Mit Hilfe des in Allplan integrierten parametrischen Modellierers waren wir in der  Lage, auch Sonderbauteile wie Ornamente, Gesimse oder Geländer frei zu definieren und selbst exotische Baustile nachzubilden.“
(Hans Andrejcic, Geschäftsführer vom Zeichenbüro aha)

copyright by ARGE PLAN*WERK*SÜD

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Auf Initiative der Entwicklungsgesellschaft Rogner International Hotel Development GmbH wird in Hüttenberg im Kärntner Land ein wohl weltweit einzigartiges Projekt realisiert. Anfang 2006 begann die aufwändige Planung des „International Center of Higher Tibetan Studies“ – des ersten und einzigen tibetischen Ausbildungszentrums in der westlichen Welt. Als kultureller und touristischer Anziehungspunkt soll der Gebäudekomplex von Frühjahr 2008 bis 2009 in Hüttenberg errichtet werden. Ausgestattet mit Unterrichtsräumen sowie einem Meditationssaal dient es der Aus- und Weiterbildung in der tibetischen Medizin und Philosophie sowie als Zentrum der Forschung. Zudem wird ein Gesundheitszentrum mit angeschlossenem Hotel erbaut. Dieses verfügt neben Behandlungsund Meditationsräumen über einem weitläufigen Wellness-Bereich.

Unter der Schirmherrschaft des Dalai Lama erfolgte im Mai 2006 die Grundsteinlegung. Die schwierige Aufgabe des Zeichenbüros aha lag darin, die fernöstliche Architektur auf die österreichische Bauweise abzustimmen, ohne dabei den tibetischen Charakter zu verlieren. Um sich eine genaue Vorstellung des außergewöhnlichen Baustils zu machen, holten sich die Projektverantwortlichen Anregung in Tibet. Nach ausgiebiger Recherche wurde der Entwurf in Allplan mittels eines dreidimensionalen Gebäudemodells detailgetreu nachgebildet. Der 3D-Entwurf erleichterte es den Planern erheblich, die für Tibet typische Architektur der schrägen Wände über fünf Geschosse zu rekonstruieren.

Über das Unternehmen
Seit 1986 kann das Zeichenbüro aha auf umfassende Erfahrung in der CAD-Planung zurückblicken. Das international tätige Unternehmen hat sich auf Architektur-Visualisierungen, Werbegrafik und EDV / IT-Dienstleistungen spezialisiert. Im Zusammenschluss mit drei weiteren Büros entstand die ARGE PLAN*WERK*SÜD, die die Auftragsabwicklung verantwortet. Weitere Informationen: www.plangrafik.com

Produkte / Lösungen Allplan Architektur CINEMA 4D
Projektdaten Bauherr
Rogner International Hotel Development GmbH, Villach/Österreich
Planung und Bauleitung
Rogner International Hotel
Development GmbH, Villach/ Österreich
Baukosten (netto)
22 Mio. Euro
Flächennutzung
BGF: 10.500 m2
BRI: 33.600 m3
Planungsbeginn
01/2006
Bauzeit
Beginn: 10/2007
Fertigstellung: 05/2009

Allplan GmbH, Munich, Germany; © Projekt: Neubau eines Ausbildungs- und Gesundheitszentrums mit angeschlossenem Hotel Rogner International Hotel Copyright Bildmaterial: Rogner International Hotel Development GmbH

Neubau RheinauArtOffice, Rheinauhafen – Freigeber Architekten, Köln

Neue Microsoft-Niederlassung mit Domblick

copyright Freigeber Architekten

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Die Umstrukturierung des Kölner Rheinauhafens ist eine der größten Stadtentwicklungsmaßnahmen in Deutschland. Das ehemalige Hafengebiet hält auf einer Gesamtfläche von 15 Hektar eine architektonische Rundum-Erneuerung. Es entsteht ein hochmodernes Büro- und Arbeitsumfeld, in dem neueste Software- und IT-Technologien in die Praxis umgesetzt werden. Gerade die Kombination von denkmalgeschützter Bausubstanz und zukunftsweisender Architektur sowie die Lage zwischen Rhein und Innenstadt machen den Rheinauhafen zu einem begehrten Standort. Zu den Neubauten des Rheinauhafens gehört das Projekt RheinauArtOffice mit seinem innovativen Raum- und Nutzungskonzept. Dieses Bürogebäude wurde von Freigeber Architekten und Architekt Stephan Schütt aus Köln entworfen und wird ab 2008 auch die neue Niederlassung von Microsoft in Köln beherbergen. 300 Microsoft- Mitarbeiter sowie Partnerunternehmen werden hier nach Fertigstellung einziehen. Der Bau verbindet zwei trapezförmige Grundstücke mit einem Fassadenband, das große Glasflächen fasst und so die beiden Gebäudekörper eint. Die selbst tragenden Bänder ermöglichen eine Konstruktion ohne Zwischenwände und die Entwicklung eines offenen Raumkonzepts mit freier Ost-West-Sicht für jeden Arbeitsplatz. Besondere Herausforderung für die Planer von Freigeber Architekten war es, eine dynamische und innovative  Nutzungskonzeption zu entwickeln – speziell zugeschnitten auf die Bedürfnisse von Microsoft.

Als großer Vorteil erwies sich die Arbeit mit Allplan. Durch den Einsatz von Allplan konnten die Architekten bereits ab dem ersten Planungsschritt alle Daten in 3D eingeben und verwalten. Gerade bei einem so komplexen Projekt wie dem RheinauArtOffice gelang es Freigeber
Architekten auf diese Weise viele Arbeitsschritte zu optimieren und den Planungsaufwand entscheidend zu reduzieren.

„Um ein vielschichtiges Projekt wie dieses umzusetzen, benötigt man ein komplexes
Planungs- und CAD-System. Allplan bietet uns alles, was wir zur Bewältigung anspruchsvoller
Bauaufgaben benötigen – von der ersten Skizze bis zur Fertigstellung des Gebäudes.“
(Nicole Freigeber, Geschäftsführerin
von Freigeber Architekten)

Über das Unternehmen
Seit 1999 gewährleisten Freigeber Architekten kompetente Beratung, sorgfältige Planung und qualitativ hochwertige Bauausführung. Durch nachhaltiges und kostenoptimiertes Planen entstehen Ressourcen schonende Konzepte mit einer zeitgemäßen Gestaltung. Weitere Informationen: www.freigeber.de

Produkte / Lösungen Allplan Architektur CINEMA 4D
Projektdaten
Bauherr
RheinauArtOffice
GmbH & Co. KG, Essen
Planung und Bauleitung
Planung:
Freigeber Architekten, Köln
in Kooperation mit Architekt Stephan Schütt, Köln
Bauleitung:
Hochtief Construction AG, Köln
Flächennutzung
BGF: 15.400 m2
BRI: 54.200 m3
Planungsbeginn
07/2005
Bauzeit
Beginn: 01/2007
Fertigstellung: 07/2008

Allplan GmbH, Munich, Germany; © Projekt: Neubau RheinauArtOffice,
Copyright Bildmaterial: Freigeber Architekten, Köln

Autismuszentrums in Dubai – Koschany + Zimmer Architekten KZA

Mit professionellen 3D-Visualisierungen lassen sich Gebäude bereits weit vor Baubeginn virtuell begehen und in die bestehende Umgebung integrieren. Sie sind ein entscheidender Pluspunkt bei der Beratung von Bauherren und liefern ein starkes Verkaufs-argument. Koschany + Zimmer Architekten KZA ließ mit Hilfe von Allplan und CINEMA 4D wirklichkeitsgetreue Animationen erstellen, die bei der architektonischen Planung des Autismuszentrums in Dubai von zentraler Bedeutung waren.

„Ein Gebäude zu entwerfen, in dem sich autistische Kinder wohl fühlen und das voll auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist, stellt eine besonders große Herausforderung dar“, schildert Christina Maas, Projektleiterin bei Koschany + Zimmer Architekten KZA. Im vorgeschalteten Wettbewerb 2005 mit dem ersten Preis gewürdigt, entwickelten KZA als bauliche Planer zusammen mit dem Dubai International Financial Centre (DIFC) ein Therapie- und Schulzentrum für autistische Kinder in Dubai. Bauherr ist das Dubai Autism Center unter der Schirmherrschaft von Sheikh Bin Rashid Al Maktoum. Der Baustart für das 16 Millionen Euro teure Projekt fand Anfang 2008 auf einem großzügigen und zentral gelegenen Gelände inmitten des traditionellen Schulviertels Al Garhoud statt. Die Fertigstellung ist für 2009/2010 geplant. „Mit dem Bau des Zentrums wird dem Bedarf der arabischen Metropole an Therapie- und Schulmöglichkeiten Rechnung getragen“, erklärt die für den Entwurf verantwortliche Architektin Christina Maas von KZA. Das Architekturbüro mit 50 Mitarbeitern wurde 1959 in Essen gegründet und wird seit 1995 in der zweiten Generation von Axel Koschany und Wolfgang Zimmer geführt. Seit 2005 gibt es ein Büro in Dubai, ebenfalls mit den Schwerpunkten Architektur, Baubegleitung und Generalplanung sowie Baumanagement. „Wir sind heute immer stärker mit der Herausforderung einer schnellen und wirtschaftlichen Planung konfrontiert, die zu einem kreativen, auf die besonderen Nutzerbedürfnisse abgestellten und kostenoptimierten Entwurf führen soll“, so Christina Maas. „Daher ist der Einsatz von intelligenten Softwarelösungen für uns sehr wichtig. Bereits seit mehr als zehn Jahren setzen wir auf die Programme von Nemetschek, die uns bei unserer täglichen Arbeit unterstützen.“

Koschany und Zimmer

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Sanfte Architektursprache für autistische Kinder

Die Bauaufgabe an sich, ein funktionelles, gleichzeitig aber auch optisch ansprechendes Gebäude für autistische Kinder zu entwerfen, stellte für KZA eine große Herausforderung dar. In der Einrichtung werden Dinge des täglichen Lebens wie Sozialverhalten, Wahrnehmung und Kommunikation geschult. So soll einer erheblichen Beeinträchtigung des Alltags der Betroffenen gezielt entgegen gewirkt werden. Die intensive Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen autistischer Kinder führte zu einer klar gegliederten und ausgewogenen Architektur. Großzügige Raumstrukturen, Rundungen und kindgerechte, farbige Akzente bestimmen das architektonische Konzept. „Es war uns sehr wichtig, mit einer ruhigen, nahezu sanften Architektursprache, vielen Rückzugsmöglichkeiten und großzügig verschatteten und begrünten Außenanlagen den Bedürfnissen autistischer Kinder nachzukommen“, fasst Christina Maas zusammen. Für eine professionelle Umsetzung des Entwurfs setzte das Team von KZA auf Allplan von Nemetschek. Mit der aktuellen Version sind die Architekten in der Lage, über eine Ordnungsstruktur verschiedene Nutzungsarten der CAD-Software abzubilden. Vom Konstruieren in 2D über die 2½D-Eingabe bis hin zum bauteilorientierten Gebäudemodell können diese Nutzungsarten innerhalb eines Projektes je nach Bedarf beliebig kombiniert werden. Zur einheitlichen Verwaltung und Organisation der Projektdaten, Zeichnungen und Pläne verwendete KZA den Workgroup Manager von Allplan. Er gewährleistet den gleichzeitigen Zugriff auf das Projekt von jedem Arbeitsplatz aus und stellt so die Basis für eine gut funktionierende Zusammenarbeit. Das parallele Arbeiten im Team bedeutet vor allem Komfort und Zeitgewinn. Alle Beteiligten sind dabei stets auf dem neuesten Stand – ohne Kopieren und Aktualisieren der Daten oder zeitaufwändige Abstimmungsprozesse. „Der konsistente Datenbestand ist für uns ein riesiger Vorteil im Planungsalltag“, resümiert Lilian Panek, Architektin bei KZA. „Auch die Projektstruktur erleichtert unser Arbeiten, denn so werden unsere Projekte automatisch sinnvoll gegliedert.“

Zusammenspiel von Allplan und CINEMA 4D

Professionelle Visualisierungen liefern heute eine unverzichtbare Entscheidungsgrundlage für alle Beteiligten. Mit Allplan und CINEMA 4D erstellte Marcus Kittelmann von planlos, Büro für visuelle Kommunikation, für KZA wirklichkeitsgetreue Animationen des Autismuszentrums Dubai und machte damit das Gebäude bereits im Wettbewerb virtuell erlebbar. Planungsgrundlage sind für Marcus Kittelmann meistens grobe Entwurfskizzen oder auch ausgefeilte Planungsunterlagen in 2D, auf denen das 3D-Modell aufbaut. Das Modell wird in Allplan erstellt und ab einem bestimmten Zeitpunkt nach CINEMA 4D übergeben und dort weiter ausgearbeitet. „Das Zusammenspiel von Allplan und CINEMA 4D ist dabei sehr komfortabel. Mittels eines Knopfdrucks kann das Modell sofort von Allplan an CINEMA 4D weiter gegeben werden. Alle in Allplan voreingestellten Strukturen bleiben erhalten. Gebe ich beispielsweise einem Teilbild in Allplan einen Namen, so wird dieser automatisch in CINEMA 4D übertragen“, erklärt Marcus Kittelmann. Auch die Benutzerführung von CINEMA 4D überzeugt: „Wir setzen bereits seit 2000 auf CINEMA 4D, das Arbeiten läuft dabei schnell und reibungslos.“ Eine besondere Herausforderung bei der Animation des Autismuszentrums stellten für den Experten für visuelle Kommunikation die Rundungen dar: „Bei runden Formen bedarf es immer einer sehr gründlichen Vorarbeit, denn während der Entwurfsphase kommt es regelmäßig zu Änderungen. Da wir nicht mit Architekturbauteilen arbeiten, sondern frei modellieren, stößt man bei runden Bauteilen zuweilen an seine Grenzen. Mit CINEMA 4D hat das freie Modellieren jedoch auch bei Änderungen immer gut funktioniert.“ Anhand der detaillierten Visualisierungen waren die Architekten von KZA in der Lage, jede Idee präzise und schnell umzusetzen und das Vertrauen des Bauherrn zu gewinnen: „Die Ergebnisse, die mit Allplan und CINEMA 4D erzielt werden, sind immer wieder erstaunlich. Die wirklichkeitsgetreuen Animationen stellen für uns ein unverzichtbares Instrument dar, um noch bestehende Zweifel beim Bauherrn auszuräumen und damit den Grundstein für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu legen“, erklärt Lilian Panek.

Warum setzen Sie auf Allplan Architektur von Nemetschek?

Mit Allplan hatten wir von Anfang an ein transparentes Planungssystem, das uns auch bei komplexen Aufgaben unterstützte. Nicht ohne Grund setzen wir bereits seit mehr als zehn Jahren auf die Software von Nemetschek – und werden dies auch in Zukunft bei allen anstehenden Projekten tun.

Warum sind professionelle Visualisierungen heute in der Zusammenarbeit mit Kunden so wichtig?

Visualisierungen werden heute im Allgemeinen für Wettbewerbe oder Vermarktungsunterlagen erstellt. Auch für große Präsentationen vor den Auftraggebern sind diese mehr als hilfreich und räumen letzte Zweifel aus. Werden die so erstellten Visualisierungen dann noch in reale Fotos, beispielsweise der Umgebung, eingebaut, geben sie einen untrügerischen Gesamteindruck wieder. Damit kann man fast jeden überzeugen.

Wie sehen Ihrer Meinung nach gegenwärtige und zukünftige Trends in der Architekturbranche aus?

Nachhaltigkeit zählt gerade in der Architektur heute mehr denn je. In Zeiten der steigenden Energie- und Unterhaltskosten von Gebäuden ist das Thema „nachhaltiges Bauen“ in aller Munde. Gebäude der Zukunft müssen energietechnisch optimiert sein und Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Die Klassifizierung als „Green Building“ ist ein neuerAspekt, der in Zukunft ein ebenso wichtiges Qualitätskriterium darstellen wird, wie die gelungene städtebauliche Figur oder der herausragende Entwurf mit dem besonderen Alleinstellungsmerkmal.

Interview mit Lilian Panek, Koschany + Zimmer Architekten KZA

Quinto Vicentino Schule, Italien – Architekturbüro GPA

Anspruchsvolle Projekte erfordern leistungsfähige Softwarelösungen. Bei der Planung der Quinto Vicentino Schule in Italien stand neben der Einhaltung strenger Bauvorschriften für Schulen die Erdbeben- und Brandsicherheit im Mittelpunkt. Aber auch eine behindertengerechte Bauweise sowie zu berücksichtigende Kosteneinsparungen beim Energieverbrauch zählten zu den zentralen Anforderungen. Bei der Bewältigung der komplexen Projektaufgaben half Allplan.

copyright Quinto Vicentino Schule by GPA

copyright Quinto Vicentino Schule by GPA

Der Bau der Schule in Quinto Vicentino ist eine der jüngsten Projektrealisierungen des Büros GPA, das bei den lokalen Institutionen und den Kindern besonders großen Anklang gefunden hat. Das Architekturbüro GPA wurde 1990 gegründet und besteht derzeit aus zwei Architekten, einem Ingenieur und einem Vermessungstechniker. Die meisten Planungsarbeiten beschäftigen sich mit privaten und öffentlichen Bauten. Dort liegen die Schwerpunkte vor allem auf Kindergärten und Schulen sowie Turnhallen, Konferenzzentren und Schwimmbädern. „Eine moderne Hard- und Softwareausstattung gehört zu den Grundvoraussetzungen von GPA. Deswegen verwenden wir seit zehn Jahren die Planungssoftware von Nemetschek, darunter Allplan Architektur, CINEMA 4D und On-Site Photo“, erklärt Gianluca Perottoni, der für die Planung der Schule zuständig war. Das Projekt in Quinto Vicentino umfasste den Neubau eines Schulgebäudes für die Grundschule der Stadt, das neben der bereits vorhandenen, frei stehenden Sporthalle entstand. Die Schule besteht aus zehn Klassenräumen, fünf Fachsälen sowie drei Räumen für Gruppenarbeiten. Zudem verfügt das Gebäude über einen großen Multifunktionssaal, der den Kern der Schule bildet, sowie eine Schulmensa. Der Komplex ist von Grünanlagen umgeben, ein überdachter Gang verbindet die Schule mit der vorhandenen Sport- und Freizeithalle.

Den Herausforderungen gewachsen

Im Mittelpunkt des Projektes stand vor allem der sicherheitstechnische Aspekt, die Einhaltung der strengen Bauvorschriften für Schulen und die Erdbeben- und Brandsicherheit. Eine behindertengerechte Bauweise war ebenso wichtig wie die spezifische Gebäudetechnik sowie zu berücksichtigende Kosteneinsparungen beim Energieverbrauch. Bei der Bewältigung der komplexen Projektanforderungen halfen die vielfältigen Funktionen von Allplan. „Was mir am besten an Allplan gefällt, ist die Möglichkeit, all meine Ideen in etwas Konkretes und Sichtbares zu verwandeln. Durch die Visualisierung mit Allplan kann ich allen Projektbeteiligten meine Ideen schnell und einfach vor Augen führen“, so Gianluca Perottoni. Um den Anforderungen und Bedürfnissen der Bauherren zu ent sprechen, gingen dem finalen Entwurf der Quinto Vicentino Schule zahlreiche Skizzen und Pläne voraus, in die jeweils die Vorschläge der verschiedenen, an der Planung beteiligten Personen eingearbeitet wurden. Diese Alternativen wurden regelmäßig mit Bauausschuss, Gemeinderat, Schulrat und Schulleitung diskutiert. Schlussendlich entschied man sich für eine moderne und funktionale Architektur. „Wir haben das Schulgebäude so konzipiert, dass genügend Raum für fachlich übergreifende Gruppenprojekte und einen großen Spielbereich ist. Da die Schüler einen Großteil ihrer Zeit in diesem Schulgebäude verbringen, sollen sie viel Platz zur freien Entfaltung haben“ erklärt Gianluca Perottoni. Daher waren Flächen, die aus einfachen, fließenden Formen bestehen, sowie eine fantasievolle Fassade, die gewollt unrational gestaltet ist, wichtig für den neuen Schulkomplex. An der Projektplanung war ein zehnköpfiges Team beteiligt, das gemeinsam an der Gestaltung einer kreativen Struktur arbeitete. Dabeiergab sich die besondere Herausforderung, die Gemeindeverwaltung, der eine traditionelle Architektur mit Bauelementen der Region Venetien im „Barchessa-Stil“ vorschwebte, von einer modernen Architektur zu überzeugen. Dem Architekturbüro GPA gelang es, die Bauherren dank der überzeugenden Visualisierungen mit Allplan und CINEMA 4D für das innovative Projekt zu gewinnen. Die Projektvorstellung von GPA zeigte ein wirklichkeitsgetreues Modell mit Ansichten, Plänen und Stücklisten für die Gestaltung der endgültigen Struktur. Wichtige Bezugspunkte waren, dass die Architektur sich in die Umgebung einfügt und die Wettbewerbsanforderungen eingehalten werden.

Optimierte Arbeitsprozesse dank Workgroup Manager

Das gesamte Projekt in Quinto Vicentino entstand in Zusammenarbeit mit allen involvierten Fachleuten. „Über den Workgroup Manager hatten alle Zugriff auf die gleichen Projektdaten und konnten neue Informationen einfügen oder vorhandene ändern“, erläutert Gianluca Perottoni. Durch die verbesserte Zusammenarbeit und die konsistente sowie stets aktuelle Datenbasis beschleunigte der Workgroup Manager den Projektfortschritt um ein Vielfaches. Nach Fertigstellung wurden die Pläne von den beteiligten Ingenieuren und Gebäudetechnikern nach bautechnischen Gesichtspunkten kontrolliert. Dafür mussten die in verschiedenen Formaten vorliegenden Daten untereinander ausgetauscht werden. „Dies gelang durch den Einsatz des 2D- oder 3D-PDF-Formates problemlos. Diese Formate können alle Projektpartner und sogar private Bauherren auf Anhieb öffnen und verstehen“, schildert der italienische Architekt. „Aufgrund seiner außerordentlichen Genauigkeit und Präzision bei der Planung ist Allplan für mich ein absolut unverzichtbares Instrument, das ich auch in der Ausbildung von neuen und weniger erfahrenen Mitarbeitern einsetze. Mit den professionellen Visualisierungen kann ich bereits vor Baubeginn bei meinen Bauherren punkten. Diese Ansichten sind so realistisch, dass man beim Anblick des fertigen Gebäudes häufig das Gefühl eines Déjà-vu-Erlebnisses hat“, so Gianluca Perottoni. Die Bauarbeiten für das Schulprojekt begannen 2006 und wurden Anfang 2008 abgeschlossen. Das Gesamtinvestitionsvolumen betrug 2,25 Millionen Euro.

Was sind heute die größten Herausforderungen in der Gebäudeplanung?

Mit Einfachem zu überraschen, wesentliche aber harmonische Formen, abgestimmte Proportionen und weich fließende Volumina zu schaffen, ist meiner Ansicht nach wichtig. Dazu kommen natürlich eine straffe Kontrolle der Kosten und der Bau von soliden, langlebigen Strukturen.

Welche zukünftigen Trends sehen Sie in der Planungswelt?

Leider befinden wir uns in wirtschaftlich sehr schwierigen Zeiten. Daher müssen wir besonders darauf achten, den Energieverbrauch von Anfang an im Auge zu behalten und Projekte mit minimalem Wartungsbedarf zu schaffen. Gefordert ist also die Realisierung einer Architektur mit innovativen Materialien, die wiederverwendbar und kostengünstig sind.

Welche Erfahrung haben Sie bei der Zusammenarbeit mit anderen Planern und den Bauherren gemacht? Wie hat Sie Allplan in der Koordinierung unterstützt?

Seit Jahren arbeite ich mit zahlreichen Büros in ganz Italien bei der Planung unterschiedlichster Projekte zusammen. Über das PDF-Format kann ich Projektdaten mit Planungspartnern innerhalb kürzester Zeit austauschen und ihnen das Gesamtprojekt ausführlich und klar im Detail zeigen. In Abstimmungsprozessen ist dies ein immenser Vorteil, der uns die Zusammenarbeit tagtäglich erleichtert.

Welche sonstigen Informationen liefert Ihnen das Gebäudemodell, außer Planungsdaten wie Grundrisse, Ansichten, Querschnitte?

Wir bekommen alle notwendigen Informationen – neben Grundrissen, Ansichten oder Querschnitten auch eine Vielzahl von Daten zu Flächen, Volumen und Bauwerkskostenplanung für einzelne Bauelemente. Diese Informationen sind nicht erst am Ende des Projekts verfügbar, sondern für jeden einzelnen Bauabschnitt.

Wie bedeutend sind für Sie professionell gestaltete Visualisierungen und Animationen?

Als Planer haben wir das Projekt vor Augen, die Visualisierung ist daher für uns eine zusätzliche Kontrollfunktion. Für unsere Bauherren sind die Darstellungen und die 3D-Effekte – sowohl statisch als auch als Animation – besonders hilfreich. Sie helfen dabei, das Projekt anschaulich zu machen und die Bauherren damit zu begeistern, zu überzeugen und nicht zuletzt zu überraschen.

Interview mit Gianluca Perottoni

Neubau Biomasseheizkraftwerke für Ökostrom – Verbundplan GmbH

Neubau Biomasseheizkraftwerke für Ökostrom. Naturstrom und -wärme für die Städte
Mödling und Baden

„Da beim Planungspartner mit einer anderen CAD-Software gearbeitet wurde, mussten
effiziente Schnittstellen gefunden werden. Änderungen, wie sie stets in allen Bauphasen
vorkommen, waren mit Allplan unkompliziert und schnell umzusetzen. Und alle Beteiligten
konnten unsere Daten problemlos weiterverwenden.“
(Siegbert Rosenstein, Geschäftsführerdes Ingenieurbüros SIR)

copyright by Verbundplan GmbH

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Seit Juni 2006 erzeugen die beiden Biomasseheizkraftwerke Mödling und Baden in Niederösterreich Strom und Fernwärme für je 20.000 Haushalte. Durch die Nutzung von nachwachsender Biomasse sollen CO2-Emissionen in erheblichem Ausmaß reduziert werden. 2005 fiel der Baubeschluss für die beiden Werke. Aufgrund des großen Zeitdruckes wurde in der Bauphase ein Koordinator für die Ausführungsplanung hinzugezogen. Diese Aufgabe übernahm das Ingenieurbüro SIR / Siegbert Rosenstein aus Drobollach in Österreich. Das Büro ist auf außergewöhnliche Projekte spezialisiert. So galt es auch, diese beiden anspruchsvollen
Bauvorhaben zu realisieren. Anders als bei „normalen“ Bauprojekten, wo zunächst der äußere und dann der innere Teil geplant wird, war es hier genau umgekehrt: Zuerst wurde das Innenleben in Form der notwendigen Technik festgelegt und erst anschließend wurde es mit einer passenden Hülle versehen. Ein solches Szenario erfordert eine gute Abstimmung mit den technischen Verantwortlichen, den Statikern und der Baufirma. Denn die Technik muss passgenau in das Gebäude eingebracht werden. Dies verlangt auf planerischer Ebene eine CAD-Software mit flexiblen Schnittstellen – ein Kriterium, das Allplan bestens erfüllt. Mit Allplan konnte das Modell komplett in 3D eingegeben und dann sowohl für Visualisierungen, Kalkulationen und Mengenberechnungen herangezogen werden. Alle relevanten Daten waren in einem Programm vorhanden und konnten schnell an alle Planungsbeteiligten weitergegeben werden.

Über das Unternehmen
Das Ingenieurbüro SIR / Siegbert Rosenstein in Drobollach, Österreich,
gehört zu einem Netzwerk von vier Einzelunternehmen. Schwerpunkt
von Siegbert Rosenstein ist die Entwurfs- und Einreichplanung.
Weitere Informationen: www.plan-sir.com

Produkte / Lösungen Allplan Architektur CINEMA 4D
Projektdaten Bauherr EVN Energieversorgung, Maria Enzersdorf/Österreich
Planung und Bauleitung Verbundplan GmbH,
Villach/Österreich
Baukosten (netto)
ca. 7.500.000 € / HKW
Flächennutzung
BGF: ca. 3.820 m²
BRI: ca. 49.000 m³
Planungsbeginn
01/2004
Bauzeit
Beginn: 04/2005
Fertigstellung: 02/2006