Archiv des Autors: Frank Will

IBD Basic – Installation Anleitung

Allplan CAD Lösung

Download IBD Basic (3990 Downloads )

Installation Entzippen und dann die .exe starten. Die Installation beginnt und installiert ohne Seriennummer Eingabe automatisch die IBD Basic Planungsdaten

Assistent Allplan IBD Planungsdaten Basic: 

Mehr Infos unter Allplan IBD Basic

Assistent IBD Planungsdaten Basic und Umbau:

Durch die Assistenten IBD Planungsdaten Umbau könnt ihr die gewünschten CAD-Bauteile direkt auswählen und los zeichnen. Einstellungen wie Stift, Strichart, Farbe, Layer und Animationsoberflächen, sowie Material, Gewerk und Abrechnungseinheit sind vorbelegt. Alle Bauteile finden sich zentral an einer Stelle und sind in einem einheitlichen Design dargestellt. Durch einen Doppelklick auf ein Bauteil aus dem Assistenten werden alle Einstellungen übernommen. So reduziert sich das Einarbeiten in das System und in die 3D-bauteilorientierte Arbeitsweise auf ein Minimum.

Installation Assistent IBD Planungsdaten Basic und Umbau

Die Installation ist einfach und schnell

Download kostenfreien IBD Basic und Umbau :

  1. Download IBD Basic 2016 (3942 Downloads ) kostenlos!oder über Allplan Connect einloggen und auf der IBD Planungsdaten-Seite die Datei herunterladen.
  2. Installation Entzippen und dann die .exe starten. Die Installation beginnt und installiert ohne Seriennummer Eingabe automatisch die Planungsdaten.

Nach der Installation bitte folgende Schritte im Allmenü – Service – Hotlinetools ausführen:

IBD Ressourcen aktualisieren

Assistent IBD Planungsdaten Umbau: IBD Ressourcen

Assistent IBD Planungsdaten Umbau: IBD Ressourcen

Allplan Standard Werte einstellen

Assistent IBD Planungsdaten Umbau: Allplan Standardwerte einstellen

Assistent IBD Planungsdaten Umbau: Allplan Standardwerte einstellen

 

Nach Start Allplan erhaltet Ihr ein Vorlauf Projekt mit Namen IBD Planungsdaten Umbau und dieser vordefinierten Bauwerkstruktur

IBD Planungsdaten Umbau: Bauwerkstruktur

IBD Planungsdaten Umbau: Bauwerkstruktur

Vordefinierten Zeichnungstypen

Lästige Voreinstellungen wie Layer, Stiftdicke, Animationsfarbe usw. sind bereits hinterlegt und können mit einem einfachen Doppelklick im Assistent angewählt werden. So wird die Einarbeitungszeit für Einsteiger verkürzt und die Effizienz für Profis gesteigert:

IBD Planungsdaten Umbau: Vordefinierte Zeichungstypen

IBD Planungsdaten Umbau: Vordefinierte Zeichungstypen

 

und Assistenten werden als Vorlagen für Euch installiert

Ich hoffe, mit diesen Informationen  konnte ich Euch weiterhelfen, für weitere Fragen oder auch Bestellungen könnt Ihr Euch selbstverständlich gerne wieder an uns wenden.

Viel Spass mit Allplan wünscht Euch
Dipl.-Ing. (FH) Frank Will

MAN Werksentwicklung Osttor, München – pmp Architekten, München

Ein neues Tor zur Welt – MAN Werksentwicklung Osttor, München, Deutschland

MAN_Muenchen

MAN_Muenchen copyright pmp Architekten

Die MAN Nutzfahrzeuge AG in München Allach hat mit dem Projekt „Werksentwicklung Osttor“ ein komplettes Facelifting vollzogen – von modernen Ausstellungs und Auslieferungsgebäuden über Verwaltungs- und Schulungszentren bis hin zu den Parkdecks. Generalplaner war die pmp Architekten GmbH, die den Auftrag mit Hilfe der durchgängigen Lösung von Allplan reibungslos
geplant, koordiniert und umgesetzt hat. Der Firmensitz der MAN Nutzfahrzeuge AG München – dem größte Einzelunternehmen der MAN AG – hatte eine Modernisierung dringend benötigt. „Bei dem veralteten Gebäudekomplex in München Allach, den man einst von BMW übernommen hatte, gab es einen gigantischen Innovationsstau“, erklärt Johannes Probst, Projektleiter des MAN-Projekts und Mitbegründer von pmp Architekten. Daher entschloss sich das Unternehmen zur „MAN Werksentwicklung Osttor“ und pmp Architekten wurde als Generalplaner beauftragt. Der Neubau-Komplex östlich der Dachauer Straße besteht aus acht Gebäuden, die im Wesentlichen als selbstständige Einzelprojekte betreut wurden: Dazu
gehören zwei Verwaltungsgebäude, die die Werkszufahrt im Norden und Süden flankieren. Zurückgesetzt hinter den Verwaltungen befinden sich zwei Schulungsgebäude, die Service-Akademie und die Akademie der Führungskräfte. Westlich der Dachauer Straße wurden zwei Ausstellungs- und Auslieferungsgebäude (das MAN Forum und das Neoplan Forum) gebaut. Zwei Parkdecks mit rund 1200 Stellplätzen vervollständigen die Gesamtbaumaßnahme
„Osttor“.

EIN ANSPRECHPARTNER FÜR ALLE BEREICHE
Der Einstieg von pmp Architekten aus München, die sich selbst als „Breitbandanbieter“
verstehen, erfolgte 2005 über einen gewonnenen Wettbewerb für das Vertriebsgebäude und der anschließenden Beauftragung zur Realisierung. Zwei Jahre später entschied pmp Architekten einen zweiten Wettbewerb über mehrere Neubauten – unter anderem für die Hauptverwaltung – erneut für sich. Inzwischen hat sich die „Werksentwicklung Osttor“ über einen Gesamtzeitraum von fünf Jahren zu einem Projekt mit einem Gesamtvolumen von mehr als 90 Millionen Euro entwickelt, das komplett in den Händen von pmp Architekten liegt.

Das Außergewöhnliche an diesem Projekt: Die MAN Nutzfahrzeuge AG wollte eine möglichst schnittstellenfreie Bearbeitung mit nur einem Ansprechpartner für die gesamte Planung. Neben Bilfinger Berger als Generalunternehmer hat pmp Architekten daher die Aufgabe des Generalplaners übernommen und damit die Steuerung und Koordination des Gesamtauftrags. Johannes Probst: „Dafür benötigten wir ein System, das alle Leistungsphasen durchgängig  abbildet und universell einsetzbar ist. Allplan ist aus meiner Sicht die geeignetste Software auf  dem Markt, die diese Ansprüche am Besten erfüllt.

„Ohne Allplan wäre die Bearbeitung eines solch umfangreichen Projekts in diesem engen Zeitrahmen und unter diesem enormen Kostendruck nicht möglich gewesen.“

Johannes Probst, pmp Architekten GmbH

MAN_Muenchen

MAN_Muenchen copyright pmp Architekten

Als Generalplaner zeichnete pmp Architekten für eine Vielzahl an Aufgaben verantwortlich: Neben den Architektenleistungen gehörte dazu auch die gesamte Tragwerksplanung sowie die Planung der technischen Gebäudeausrüstung und der Außenanlagen. Des weiteren hat das Münchner Architekturbüro alle Beratungsleistungen zu Bauphysik und Brandschutz mit übernommen. Für einige Aufgabenbereiche holte sich pmp Architekten eine Reihe von Subunternehmern an Bord. Dazu gehörten das Büro Bauer aus Unterschleißheim für die Haustechnik, das Büro Wieder aus Erding für den Bereich Elektro, das Büro Maurer aus Stockdorf für die Außenanlagen und das Münchner Statik-Büro Behringer.

EFFEKTIVE TOOLS FÜR DIE PROJEKTORGANISATION
Insgesamt mussten damit rund 100 Mitarbeiter in sieben Büros über mehrere Jahre hinweg gesteuert werden – das bedeutet eine organisatorische Spitzenleistung. Softwareseitig war pmp Architekten bestens für diese Aufgabe gerüstet: Insgesamt zwölf Allplan Lizenzen (achtmal Allplan Architektur und viermal Allplan Design) verwaltet das Architekturbüro sehr effektiv mit Hilfe des Lizenzservers. Er sorgt für eine ökonomische Nutzung der vorhandenen Allplan Lizenzen sowohl online im Netzwerk als auch nach Bedarf offline für das Arbeiten außer Haus.
Der Workgroup Manager ermöglicht es, dass mehrere Benutzer parallel an einem Projekt arbeiten und stellt sicher, dass für alle Beteiligten der gleiche Datenstand bereitgestellt wird. „Für uns sind dies die optimalen Lösungen. Sie haben uns die Flexibilität gegeben, die wir für die Steuerung eines solch umfangreichen Projektes wie der Werksentwicklung Osttor notwendig brauchten“, erklärt Johannes Probst. Als eine weitere entscheidende Stärke von Allplan schätzt Johannes Probst die Modellier-Werkzeuge zum freien 3D-Modellieren in Allplan. „Dieses Tool wird von uns in allen Planungsphasen begleitend eingesetzt und hat sich auch bei diesem Projekt sehr bewährt“, erklärt der Architekt.

2D VERSUS 3D – FÜR JEDE AUFGABE DIE PASSENDE LÖSUNG
Für Johannes Probst gilt die Faustregel: Je komplizierter die Plandarstellung, desto einfacher und übersichtlicher arbeitet es sich in 2D. So wird die Werk- und Detailplanung bei pmp Architekten in der Regel vorwiegend in 2D absolviert. Einzelne geometrisch oder gestalterisch komplexe Stellen lassen sich dagegen häufig besser in 3D darstellen und überprüfen. Ein Beispiel für Letzteres sind die schiefwinkligen Geometrien und vielfältigen Verwerfungen speziell bei den beiden Foren des MAN Projekts. Hier hat sich das Arbeiten in 3D für das Team von pmp Architekten als besonders vorteilhaft erwiesen. Gleiches gilt für die Baupläne: für den Rohbau werden 3D-Pläne bevorzugt, die detailreichen Ausbaupläne sind dagegen meist in 2D dargestellt.

Das Fazit: Entscheidend für den Architekten ist es, mit Allplan frei zwischen 2D und 3D wechseln zu können, um für jede Aufgabe die passende Arbeitsweise parat zu haben. Durch diese Flexibilität des CAD-Systems und die reibungslose Projektorganisation mit Hilfe des Workgroup Managers und des Lizenzservers ist es dem Münchner Architekturbüro gelungen, das Projekt „Werksentwicklung Osttor“ erfolgreich abzuschließen. Und trotz der zum Teil drei Jahre auseinander liegenden Aufträge fügen sich die Gebäude zu einem harmonischen Ganzen mit einer übergeordneten Architekturhandschrift zusammen.

PROJEKTINFORMATIONEN IM ÜBERBLICK
Schwerpunkt: Industriebau
Eingesetzte Software: Allplan Architecture
Projektdaten:
©©
Verwaltungen:
BGF: 15.780 m²
BRI: 43.610 m³
HNF: 8.290 m²
©©
Akademien:
BGF: 6.420 m²
BRI: 28.010 m³
HNF: 3.330 m²
©©
Foren:
BGF: 15.240 m²
BRI: 101.200 m³
HNF: 10.590 m²
©©
Parkdecks:
BGF: 30.840 m²
BRI: 88.270 m³
Stellplätze: ca. 1200

© 12.2010 Allplan GmbH, Munich, Germany; © Bilder: MAN Werksentwicklung Osttor, München, Deutschland, pmp Architekten GmbH, München

 

Aarebrücke Olten – ACS Partner AG, Zürich

Olten hat ein neues Wahrzeichen: Die im April 2013 als Teil des Gesamtprojekts „Entlastung Region Olten (ERO)“ dem Verkehr übergebene Aarebrücke. Dank der 3D-Visualisierung konnte die mit der Projektierung beauftragte Planergemeinschaft aufzeigen, dass die  Hauptknotenpunkte des statischen Systems trotz ihren minimal gehaltenen Abmessungen sämtliche Anforderungen in Bezug auf die Platzierung der Bewehrung und der Vorspannung erfüllen können.

copyright by ACS Partner AG, Zürich

copyright by ACS Partner AG, Zürich

Es war ein kühner Ansatz, den die Planergemeinschaft des Projektes „maya“ für ihre Wettbewerbseingabe der neuen Aarebrücke gewählt hatte: Mit einer Spannweite von knapp 104 Metern überspannt das Bauwerk stützenfrei den Flusslauf. Damit ging ihr Vorschlag im Mai 2005 siegreich aus dem Wettbewerb hervor, an dem insgesamt 69 Projekte eingereicht wurden. Das erstplatzierte Team bildeten die Ingenieurbüros Bänziger Partner AG (Baden) und ACS-Partner AG (Zürich) sowie der Architekt Eduard Imhof (Luzern) und die  Landschaftsarchitekten David und von Arx (Solothurn). Sie wurden vom Kanton Solothurn mit der Projektierung und Bauleitung des Brückenneubaus beauftragt.

copyright by ACS Partner AG, Zürich

copyright by ACS Partner AG, Zürich

Die Brücke trägt als einfeldriger, einseitig eingespannter Balken mit einem Trogquerschnitt. Die beiden Hauptträger bilden gleichzeitig die seitliche Absturzsicherung und den Lärmschutz. Sie überspannen die Aare mit einer Spannweite von 88,50 Metern. Die Träger sind mit  vorgespannten Betonsegeln am Tunnelportal aufgehängt. Damit wird das Portalbauwerk zu einem statischen Bestandteil der Brücke. Als Gegengewicht für die Abspannung beim
Portal dienen rund 40 Meter des nachfolgenden Tagbautunnels. Ein Betonshed überdacht den Portalbereich und sorgt für den Lärmschutz und ein stabiles Gleichgewichtssystem. Zwischen den Hauptträgern der Brücke sind vorgespannte Querträger angeordnet, welche die  Fahrbahnplatte tragen. Diese wirken als einfache Balken mit einer Spannweite von 13,60 bis 17,50 Metern. Bereits in der Erarbeitung des Wettbewerbprojekts erfolgte die Planung im 3D-Modell mit Allplan Engineering. Wie auch später in der Ausführungsphase erarbeitete das Ingenieurbüro Bänziger Partner AG die Schalungspläne, während ACS-Partner AG für die statische Bemessung und die Erarbeitung der Bewehrungs- und Vorspannungspläne verantwortlich zeichnete. Wie Rudolf Vogt, Mitinhaber von ACS-Partner erklärt, war die Aarebrücke das erste Projekt, das er und seine Mitarbeiter mit Hilfe von 3D erstellten:

„Rückblickend darf ich sagen, dass es ein optimales Projekt war, um die 3D-Modellierung
als Basis sowohl für die Schalungspläne wie auch für die Bewehrungs- und Vorspannungspläne nutzbringend anzuwenden.“ Er weist aber auch darauf hin, wie wichtig es ist, dass die damit betrauten Konstrukteure über ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen verfügen: „Denn das räumliche Gebilde aufdie zweidimensionalen Ausführungspläne zu bringen, erfordert  diesbezüglich ein hohes Verständnis“, berichtet Rudolf Vogt aufgrund seiner Erfahrungen. Damit der 3D-Datenaustausch zwischen den beiden Ingenieurbüros einwandfrei funktionierte, mussten im Vorfeld die Softwareeinstellungen aufeinander abgestimmt werden. „Sind diese Voraussetzungen erfüllt, funktioniert es einwandfrei“, erklärt Rudolf Vogt.

„Mit dem 3D-Modellansatz von Allplan konnten wir die Korrektheitm der Geometrie für Schalung, Bewehrung und Vorspannung sicherstellen und alle Bauteile sauber konstruieren.”
Rudolf Vogt, Mitglied der Geschäftsleitung, ACS Partner AG

Die größte Herausforderung für Bewehrung und Vorspannung befand sich am höchsten Punkt des Bauwerks: Auf beiden Außenseiten vereinigen sich an dieser Stelle der Längsbalken als Verbindung zum Tagbautunnel, die schräge Stütze, die auf dem Widerlager steht und das Betonsegel, das den Längsträger der Brücke abspannt. Diese Konstruktionsteile sind nicht nur kräftig armiert, sondern auch vorgespannt und treffen sich in einem Knoten, der damit zum statisch am stärksten beanspruchten Bauteil wird. Trotz der hohen Beanspruchung wollten die Planer die Abmessungen jedoch möglichst klein halten und waren gefordert, die Machbarkeit der vorgeschlagenen Ausbildung dieses Knotens gegenüber dem Bauherrn und dem Prüfingenieur zu belegen. „Dank der Visualisierung im 3D-Modell konnten wir die Machbarkeit der von uns gewählten Knotendimensionierung mit Bewehrung und Vorspannung nachweisen“, erklärt Rudolf Vogt. Zusätzlich wurde auf der Baustelle ein Musterknoten in Originalgröße erstellt, um zu überprüfen, ob in der späteren Umsetzung alles funktionieren wird. „Unsere Aussage zur Machbarkeit wurde damit auch noch vor Ort bestätigt“, fügt Rudolf Vogt hinzu.

Für Brückenbauingenieur Rudolf Vogt ist klar: „Die Bewehrungs- und Vorspannungspläne waren bei dieser Komplexität des Bauwerks überhaupt nur mithilfe des 3D-Modells prüfbar.“ Aufgrund der räumlichen Darstellung war es möglich, in den jeweiligen Konstruktionsteil „hineinzusehen“, um zum Beispiel fehlende Bewehrung oder falsche Stoßlängen zu entdecken. Aber nicht nur Rudolf Vogt schätzte die Vorteile von 3D, auch der Eisenleger kam auf der Baustelle dank den räumlichen Visualisierungen in den Plänen viel besser zurecht. „Sowohl bei den  Schalungsplänen als auch bei den Bewehrungs- und Vorspannungsplänen haben wir einzelne Details in 3D abgebildet und damit sehr gute Erfahrungen gemacht“, berichtet Rudolf Vogt.
PROJEKTINFORMATIONEN IM ÜBERBLICK
Schwerpunkt:Tragwerksplanung vom Entwurf bis zur Ausführung
Eingesetze Software: Allplan Ingenieurbau
Planergemeinschaft maya: Bänziger Partner AG, Baden (Federführung)
ACS Partner AG, Zürich
David & von Arx Landschaftsarchitektur, Solothurn
Bauherr: Amt für Verkehr und Tiefbau, Kanton Solothurn, Schweiz
Projektdaten:
Planungsbeginn: 2005
Baubeginn: 2008
Fertigstellung: 2014
Länge inkl. Portalbereich 140.00 m
Breite 15.60 m
Brückenfläche 2.200 m²
Höhe über der Aare ca. 5.00 m

© 08.2015 Allplan GmbH, Munich, Germany © Fotos: Allplan GmbH, ACS Partner; © Text: Peter Rahm, freier Journalist, Gossau ZH

Arena „Le Phare“ – Patriarche & Co, Le Bourget-du-Lac, Frankreich

Hell erleuchtet wird sie sein, ihren Lichtschein weit nach außen werfen: Die Arena „Le Phare“ rückt das französische Chambéry ab diesem Herbst in ein neues Rampenlicht. Der Name, der zu deutsch „Leuchtturm“ oder „Lichtzeichen“ bedeutet, ist dabei Motto und Konzept zugleich. Denn dieses Gebäude setzt Signale. Nicht nur durch seine ringförmige, schimmernde Glasfassade.

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copyright by Patriarche & Co

Hier wurde gute Architektur mit modernster Technik kombiniert – eine Leistung, die dem geballten Know-how bei Patriarche & Co zu verdanken ist. Das für die Planung verantwortliche Büro aus Savoyen vereint Architektur und Gebäudetechnik unter einem Dach und konnte damit die Herausforderungen bei diesem Projekt besonders gut meistern: Einen Veranstaltungsort für drei- bis sechstausend Zuschauer zu konzipieren, der seine Funktionen wechseln kann wie ein
Chamäleon seine Farbe. Ob Popshows, Sport-Events, Messen oder Kongresse – all diese Veranstaltungen finden in ein und derselben Halle statt. „Ein derart multifunktionales Gebäude stimmig zu planen, ist uns dank der integrierten Arbeitsweise mit Allplan von Nemetschek
Allplan gelungen“, erklärt Jean-Loup Patriarche, der Patriarche & Co in zweiter Generation seit mehr als 20 Jahren leitet.

Seit 15 Jahren mit Nemetschek ALLPLAN

Forschungsstätten und Fabriken, Bürogebäude und Mehrfamilienhäuser, Schulen, Sport- und Kultureinrichtungen sowie Brücken und Stege gehören zum Repertoire des Betriebes, der mittlerweile 75 Mitarbeiter beschäftigt und Dependancen in Paris und Montreal unterhält. Für
die Planung dieser Projekte nutzen die Architekten und Ingenieure seit 15 Jahren Allplan von Nemetschek: „Das System ermöglicht uns eine ganzheitliche Projektbearbeitung an einem einzigen, zentralen Gebäudemodell. Das heißt, wir können sehr exakt in 3D modellieren,
schnell äußerst hochwertige 2D-Zeichnungen erzeugen und gleichzeitig die verschiedenen Fachdisziplinen integrieren“, erklärt Jean-Loup Patriarche. „Das ist gerade bei so komplexen Projekten wie ‚Le Phare’ von immenser Bedeutung, weil es uns hilft, den Überblick zu wahren.“ 28 Arbeitsplätze sind inzwischen bei Patriarche & Co mit Allplan ausgestattet. Dort arbeiten Architekten und Designer, Gebäude- und Umwelttechniker an demselben digitalen Gebäudemodell und können so die verschiedenen Planungsanforderungen in einem gemeinsamen Prozess aufeinander abstimmen. Hierfür nutzen die Planer den Workgroup Manager, der eine zentrale Projektorganisation gewährleistet. So sorgt die Software dafür, dass alle Projekte von allen Firmen- Rechnern aus parallel bearbeitet werden können, und stellt sicher, dass den Mitarbeitern stets der gleiche Datenstand bereitgestellt wird. Die Konsistenz der Projektdaten ist damit garantiert. Bereits die Architekten bei Patriarche & Co arbeiten ihr Konzept am digitalen Gebäudemodell aus. Nach einer ersten Handskizze erstellen sie ein grobes Modell im Rechner, das sie dann wie Bildhauer weiter formen, bis die endgültige Gestalt gefunden ist. Zusätzlich visualisieren sie den Entwurf mit der Visualisierungslösung CINEMA 4D, um das Gebäude noch genauer darstellen und untersuchen zu können.

Copyright Bildmaterial: Jean-Loup Patriarche von Patriarche & Co

Copyright Bildmaterial: Jean-Loup Patriarche von Patriarche & Co

„Dazu werden die Modelldaten aus Allplan übergeben, Materialien und Texturen vergeben und schon entsteht eine fotorealistische Darstellung des Gebäudes. Das ist absolut einfach“, erklärt Jean-Loup Patriarche. Visualisierungen helfen nicht nur den Architekten, sondern sind bei Patriarche & Co auch ein wichtiges Mittel zur erfolgreichen Akquise. So auch beim Wettbewerb für die Arena „Le Phare“: Als nach dem ersten Durchgang nur noch zwei Büros übrig waren, konnte Patriarche
& Co im Stechen schließlich durch einen animierten Film überzeugen, den die Planer mit CINEMA 4D erstellt hatten: In bewegten Bildern wurde dabei das Gebäudeinnere aus der Vogelperspektive gezeigt und so den Bauherren die Entwurfsidee mitsamt der Funktions- und
Konstruktionsweise hautnah vermittelt. „Dadurch haben wir den Wettbewerb am Ende gewonnen“, ist sich Jean-Loup Patriarche sicher. Das Visualisierungssystem CINEMA 4D nutzen die Savoyer Planer auch, wenn es um das Modellieren ungewöhnlicher Bauteile geht. Denn diese lassen sich im Visualisierungssystem frei modellieren, an Allplan übertragen und stehen dort als echte Architekturelemente zur Verfügung. Bei der Multifunktionshalle in Chambéry wurde so in Zusammenarbeit mit dem externen Ingenieurbüro Arcora die stählerne Konstruktion für die gewölbte Glasfassade in CINEMA 4D modelliert und dann direkt an Allplan übertragen. Dort standen die komplexen Stahlträger dann als intelligente 3D-Elemente zur Verfügung, und ließen sich nun mit all ihren Eigenschaften und Attributen weiter auswerten – etwa in Form von automatischen Stücklisten und Mengen für Kostenplanung, Ausschreibung und Vergabe, die Patriarche & Co beim Projekt „Le Phare“ ebenfalls verantwortet.

TGA- und Werkplanung in Einem

Parallel dazu wurde in das digitale Gebäudemodell die gesamte Gebäudetechnik integriert, die bei der Multifunktionsarena in Chambéry eine zentrale Rolle spielt. „Weil wir in unserem Büro Architektur und Fachplanung vereinen, ist eine Integration dieser beiden Disziplinen natürlich sehr einfach. Wir nutzen alle das gleiche Modell, arbeiten also allesamt auf der gleichen Datenbasis“, so Jean-Loup Patriarche. Heiz- und Klimaanlage, Systeme zur automatischen Zugangskontrolle, das Equipment für Funk- und Fernsehübertragungen sowie die gesamte Technik, die zum Auf- und Abbau der verschiedenen Szenerien notwendig ist – all dies wurde direkt in Allplan integriert. Auf diese Weise konnten die TGA-Planer sicher sein, dass sie auf Basis aktueller und korrekter Daten arbeiten, und umgekehrt die Architekten in ihrer Werkplanung beispielsweise gleich Aussparungen berücksichtigen. So war sichergestellt, dass technische Ausrüstung und Gebäudekonstruktion tatsächlich ohne Kollisionen  zusammenpassen – ein großes Plus auf der Baustelle, wo die Fertigung nun reibungslos erfolgen kann. Darüber hinaus wurde auf Basis der Gebäudedaten in Allplan auch gleich
das thermische Verhalten der Arena untersucht und so das Gebäude in Sachen Energieeffizienz optimiert.
Kommunikation mit 3D PDF

Um Auftraggeber über den Projektstand auf dem Laufenden zu halten, schicken ihnen die Planer bei Patriarche & Co die Projektdaten im 3D PDF-Format zu. Eine besonders effektive Möglichkeit zur Kommunikation, weil sich ein virtuelles Gebäude an jedem beliebigen PC in 3D
betrachten lässt. „So weiß jeder sofort, wovon die Rede ist und kann gezielt auf bestimmte Details eingehen“, erklärt Jean Loup Patriarche. Dabei kann das geplante Gebäude nicht nur von allen Seiten begutachtet, sondern auch im Inneren virtuell durchwandert werden. Eine Möglichkeit, die bei Patriarche selbst auch genutzt wird, um das Projekt auf seine spätere Funktionalität zu überprüfen. Dann allerdings direkt in Allplan: Ein Leitsystem für  Besucherströme etwa wurde am virtuellen Modell entwickelt und hier auch getestet: Weil sich
das virtuelle Gebäude wie ein echtes Bauwerk durchwandern lässt, konnten die Planer vorab nachweisen, dass sich Besucher, Sportler und Künstler später im realen Gebäudekomplex leicht zurechtfinden werden. So stand schon lange vor Baubeginn fest: Die Arena „Le Phare“ ist nicht nur in Sachen Planung richtungweisend, sondern führt auch ihre Besucher auf den korrekten Weg.

Sie nutzen Allplan von Nemetschek bereits seit mehr als 15 Jahren.
Was schätzen Sie an dieser Lösung besonders?

Das Konzept der Software ist meiner Meinung nach durch seinen ganzheitlichen Ansatz den anderen CAD-Systemen meilenweit voraus. Als Büro für Architektur und Gebäudetechnik geht es uns schließlich nicht in erster Linie darum, erstklassige Grundrisse, Ansichten und Schnitte anzufertigen – das können wir mit Allplan sowieso. Uns geht es um das Gebäude als Ganzes; wir wollen gute Bauten erzeugen – vor allem dabei hilft uns die Lösung von Nemetschek.

In welchen Projektphasen und Bereichen setzen Sie Allplan ein?

Wir nutzen Allplan von Anfang an, also auch als Entwurfswerkzeug, und bearbeiten die gesamte Ausführungs- und TGA-Planung. Weil wir diese Aufgaben mit Allplan integriert bearbeiten, können wir die gesamten Projektkosten von der ersten Skizze an kontrollieren und steuern.

Welches waren die zentralen Vorteile von Allplan bei der Planung der Arena „Le Phare“?

Die ganzheitliche Planung war bei diesem Projekt für uns von immenser Bedeutung. Wir können in Allplan sehr exakte 3D-Daten erzeugen, die das Gebäude geometrisch detailliert beschreiben. Das hat es uns erlaubt, schnell hochwertige 2D-Pläne abzuleiten und auszugeben.
Andererseits konnten wir anhand des digitalen Gebäudemodells die Arena mit all ihren Funktionen und Eigenschaften beschreiben und damit das Gebäude mitsamt der Technik als Ganzes begreifen und optimieren.

Welche Trends werden Ihrer Meinung nach das Bauen von Morgen bestimmen?

In Zukunft wird es immer wichtiger werden, nachhaltig zu bauen, also Gebäude zu schaffen, die in Sachen Komfort auf dem neuesten Stand und gleichzeitig energieeffizient sind. Wir erfüllen diesen Anspruch schon heute; arbeiten beispielsweise mit natürlicher Belüftung und Tageslichtbeleuchtung – alles Techniken, die wir von Anfang an bei der Planung berücksichtigen können, weil Haustechniker und Architekten parallel am digitalen Gebäudemodell in Allplan planen.

Welchen Einfluss hat Allplan auf Ihren Erfolg als Planungsbüro?

Allplan und die Visualisierungssoftware CINEMA 4D verhelfen uns immer wieder zu Erfolgen in der Akquise und bei Wettbewerben. Erst kürzlich haben wir einen Wettbewerb gewonnen, bei dem es um den Firmensitz eines Pharmaunternehmens geht. Für den Entwurf des Gebäudes
mit einer Bruttogeschossfläche von rund 10.000 Quadratmetern hatten wir nur eine Woche Zeit – und wir haben es geschafft: Mit Allplan ist es uns gelungen, innerhalb von einer Woche das Gebäude zu planen und Grundrisse, Schnitte und Ansichten sowie ein knappes Dutzend Visualisierungen in höchster Qualität zu erzeugen.

Allplan GmbH, Munich, Germany; © Projekt: Arena „Le Phare“, Frankreich Copyright Bildmaterial: Jean-Loup Patriarche von Patriarche & Co

Hotel Medical Spa Isla Valdecañas, Miguelangel Gea Spanien

Es ist auf viele Weisen einzigartig: Im „Hotel Medical Spa Isla Valdecañas“ verschmelzen Architektur und Landschaft zu einer außergewöhnlichen Einheit. Schon die Lage des spanischen Luxushotels ist besonders. Es entsteht auf einer steil abfallenden Insel inmitten eines 7.200 Hektar großen Stausees am Fuß einer imposanten Gebirgskette, der Sierra de Gredos. Doch damit nicht genug. Das Wellnesshotel ist als Teil eines 135 Hektar großen Tourismuskomplexes
in ein großes Naturschutzgebiet integriert. Nur 160 Kilometer von Madrid entfernt, liegt die luxuriöse Rückzugsoase mit Golfresort, Segelhafen, Villen und Feriendorf, Sportanlage und Kongresszentrum. In dieser Kombination ist das Projekt das erste seiner Größe und Art im gesamten spanischen Binnenland.

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copyright Miguelangel Gea Spanien

Eine Architektur, die mit der umgebenden Landschaft im harmonischen Einklang steht, höchsten Luxusansprüchen gerecht wird und dabei den Naturschutz nicht vergisst – dieser Herausforderung haben sich die Architekten von Miguelangel Gea & Asociados-Arquitectos
gerne gestellt. Städtebau und Touristikeinrichtungen gehören zum Kernrepertoire des Betriebes, der vor 31 Jahren gegründet wurde und mittlerweile 15 Mitarbeiter beschäftigt. „Wir haben das Hotel Medical Spa Isla Valdecañas sozusagen von innen nach außen entworfen“,
beschreibt Projektleiter und Firmenchef Miguelangel Gea. „Gäste sollen aus der Architektur heraus die Landschaft entdecken, in der Landschaft die Architektur aber nicht bemerken“, erklärt er. Wie ein Fels soll sich das Gebäude in die Landschaft einfügen. Das gelingt den
Architekten einerseits durch eine terrassenförmige, niedrige Bauweise und begrünte Dächer, spiegelt sich aber auch in den genutzten Baumaterialien wieder. „Verwendet wird nur Naturstein aus der Region, die Putzoberflächen gestalten wir in Ockertönen“, so der Firmenchef. Gerade weil der Großteil der Insel und der Umgebung unter Naturschutz
ist die Integration des Gebäudes in die Landschaft entscheidend. In Absprache mit den zuständigen Naturschutzbehörden, ist eine „Architektur des Moments“ entstanden, die das umliegende Schutzgebiet respektiert und bestehen lässt. „Landschaft und Architektur
sollen zu einer Einheit verschmelzen. Wir haben dabei keinen festen Stil. Es soll einfach angenehm sein, sich in diesem Gebäude aufzuhalten“, erklärt der spanische Architekt.

Persönliche Handschrift

Entstanden sind die ersten Entwürfe vor zwei Jahren – mit Allplan Sketch. Mit einem drucksensitiven Zeichenstift lässt sich damit auf einem Tablet PC skizzieren wie auf Papier. Mit dem großen Vorteil, dass sich bereits die Vorentwürfe digital bearbeiten und im CADSystem
gleich weiterverwenden lassen. Bei Miguelangel Gea ist die Entwurfsarchitektur mit Sketch freilich Chefsache: „Dieses Werkzeug spart uns viel Zeit ohne uns in der Kreativität einzuschränken. Wir können mit Sketch einen Maßstab von 1:1000 verwirklichen, der mit
dem Bleistift nicht möglich ist und trotzdem erhält der Entwurf die persönliche Handschrift einer traditionellen Skizze“. Vom Zusammenspiel aus kreativer Individualität und neuester Informationstechnik zeigte sich auch der Bauherr, die Marina Isla Valdecañas, bei jeder Vorbesprechung beeindruckt. Dann nämlich projizierte man die Sketch-Vorentwürfe einfach per Beamer an die Wand. Sobald der Entwurf abgesegnet war, ging er in die Planungsabteilung, die ihn zu einem virtuellen Gebäudemodell weiterverarbeitete. Für die Planung dieses Modells nutzen die Architekten Allplan. BIM steht für Building Information Modeling und ermöglicht die ganzheitliche Projektbearbeitung an einem einzigen, zentralen Gebäudemodell. „Das bedeutet, wir können genau in 3D modellieren, in kurzer Zeit 2D-Zeichnungen von hoher Qualität erzeugen und gleichzeitig die verschiedenen Fachbereiche einbeziehen“, erklärt Miguelangel Gea.

Teamwork ist Trumpf
An 14 Arbeitsplätzen ist Allplan inklusive Workgroup Manager installiert. Das Team kann so an ein und demselben digitalen Gebäudemodell arbeiten und die verschiedenen Planungsprozesse exakt aufeinander abstimmen. Der Workgroup Manager übernimmt dabei
die Organisation von CAD- und Layout- Arbeitsplätzen im lokalen Netzwerk. Diese zentrale Verwaltung der Planungs- und Konstruktionsprojekte garantiert, dass von jedem Arbeitsplatz aus alle Projekteauf allen Rechnern erreichbar sind und direkt bearbeitet werden
können. Teamwork wird bei Gea ohnehin groß geschrieben: Ein Stammteam von zehn Mitarbeitern kümmert sich um die Realisierung des Hotel Medical Spa Isla Valdecañas. Von der Grundlagenermittlung bis zur Bauleitung reicht die Aufgabenpalette. Bei Ingenieurleistungen
und Gebäudetechnik arbeitet das Architekturbüro fest mit den zwei Beratungsunternehmen
Calcousa und Engineers-Assesors zusammen. Vor eineinhalb Jahren wurde mit der Erschließung der Insel, der Errichtung einer Infrastruktur und dem Bau der Golfanlage begonnen. Im Feriendorf werden schon bald die ersten drei Pilotvillen aufgestellt. Mit
dem Bau des Hotels und der restlichen Gebäude soll im Januar 2009 begonnen werden. Zwei Jahre später sollen sie die ersten Gäste beherbergen. Die Baukosten belaufen sich dabei auf 15 Millionen Euro, insgesamt werden 190 Millionen Euro in den kompletten touristischen
Komplex investiert.

Abkehr von der Tradition
Aus Skizzen werden 4D- Animationen, aus einem 3D-Modell entstehen 2D-Pläne. „Building Information Modeling erleichtert uns das tägliche Arbeiten enorm und verschafft uns viel kreative Freiheit, weil wir in den einzelnen Arbeitsstufen jederzeit schnell Entscheidungen
treffen können“, erklärt Miguelangel Gea. Mit Allplan sind die Architekten an keine traditionelle Reihenfolge mehr gebunden: Nach den ersten Sketchskizzen erstellen sie ein grobes Modell im Rechner, das sie weiter formen, bis die endgültige Gestalt gefunden ist. „Wie ein Bildhauer, der aufgrund einer Skizze eine Skulptur formt. Man modelliert und muss nicht starr planen“, ergänzt der Firmengründer. Im virtuellen Gebäudemodell werden dann alle projektrelevanten Informationen zentral erfasst und über die gesamte Planungs- und Bauphase hinweg allen Beteiligten zur Verfügung gestellt. Zusätzlich visualisieren sie den Entwurf mit der Allplan-Lösung CINEMA 4D. „Dazu werden einfach die Modelldaten aus BIM importiert, Materialien und Texturen vergeben und per Mausklick entsteht eine fotorealistische Darstellung des Gebäudes“, so Gea.

Intelligente Integration
Wo Menschen zusammenarbeiten müssen sie sich organisieren. Das betrifft etwa die Abstimmung mit Auftraggeber und Partnern: Damit diese stets informiert bleiben, erhalten sie die aus Allplan exportierten CAD-Daten inklusive Erläuterungen regelmäßig als 3D-PDF. Ein besonders intelligenter Austausch von Planungsinformationen, weil sich so ein virtuelles Gebäude an jedem beliebigen PC unabhängig von der verwendeten Softwareanwendung in 3D betrachten lässt. Außerdem reduzieren sich dadurch die Fragen von Bauherrn, Planungspartnern und Ausführenden auf der Baustelle und die Planungssicherheit erhöht sich. Durch die integrierte Projektbearbeitung haben die Planer das Projekt immer im Griff. Alle Projektinformationen, also sämtliche Fachdaten aller beteiligten Firmen werden im zentralen Gebäudemodell von Allplan zusammengeführt und untereinander koordiniert. Ein Abgleich der eigenen Pläne mit den importierten Daten der Fachplaner verhindert Planungsfehler. Eine solche durch das CAD-System gestützte Verbindung zur Fachplanung vermeidet redundante Daten, hohen Zeitaufwand und unnötige Mehrkosten. „Das direkte Arbeiten in 3D macht außerdem großen Eindruck beim Bauherrn, vereinfacht ihm die Entscheidungen und uns
die Arbeitsweise“, fügt Gea hinzu. Damit ist Allplan nicht zuletzt auch Wettbewerbsvorteil und wichtiges Mittel zur Akquise.

Worauf kommt es bei der technischen Planung von Bauvorhaben an?

Der Kosten- und Zeitdruck ist heute sehr hoch. Die Planungs- und Bauphase muss möglichst kurz und dabei technisch ausgefeilt ausfallen, damit man ein Projekt effizient realisieren kann. Das erfordert viel Flexibilität und genau definierte Projektanforderungen, damit alle am
Bauprozess Beteiligten ohne Informationsbruch zusammenarbeiten und flexibel auf Planungsänderungen reagieren können. Hierzu setzen wir auf Building Information Modeling von Nemetschek Allplan, denn es ermöglicht uns die ganzheitliche Projektbearbeitung an einem zentralen Gebäudemodell mit maximalen Informationsdaten zur Realisierung.

Warum sind Sie vor drei Jahren auf Allplan umgestiegen?

Wir können Projekte heute in einer Zeit und Mitarbeiterstärke umsetzen, die vor drei Jahren undenkbar gewesen wäre. Das integrative Konzept von BIM erleichtert uns das tägliche Arbeiten enorm und verschafft uns viel kreative Freiheit, weil wir uns an keine starre Reihenfolge mehr halten müssen. Wir fangen mit dem 3D-Modell und Visualisierungen an und zeichnen dann die Detailpläne in 2D. Weil wir mit Allplan und CINEMA 4D in der Lage sind, in kürzester Zeit ein Gebäude zu planen und Pläne sowie fotorealistische Visualisierungen
in hochwertiger Qualität zu erzeugen, können wir zudem große Erfolge bei der Akquise und gegenüber Wettbewerben verzeichnen.

In welchen Projektphasen und Bereichen setzten Sie Allplan ein?

Wir nutzen BIM von Anfang an. Durch das virtuelle Gebäudemodell können wir anschaulich und objektorientiert arbeiten und präsentieren, bevor der Plan überhaupt gedruckt ist. Die Bauherrn sind begeistert, wenn wir schon bei der Entwurfspräsentation zeigen können, wie ein
Eingangsbereich aussehen könnte oder Aussichten aus jeglicher Perspektive simulieren. Die ganzheitliche Planung ist für uns von enormer Bedeutung. Wir können in Allplan von Beginn an alle Planungsschritte kontrollieren und steuern. Hierin besticht die Software von Nemetschek
Allplan gegenüber allen anderen bekannten CAD-Systemen.

Wie beurteilen Sie die Bedienerfreundlichkeit der Software?

Die Benutzeroberfläche von Allplan ist äußerst einfach zu handhaben. Das macht sich besonders dann bezahlt, wenn man wie wir mit Assistenten arbeitet. In unserem Büro haben wir es erreicht, dass neue Mitarbeiter, die Allplan noch nicht kennen, nur einen Monat benötigen, um hocheffizient damit zu arbeiten. Wir haben vor drei Jahren das gesamte Büro auf Allplan erfolgreich umgestellt. Der Umstieg war auch für unsere 62-jährigen Mitarbeiter kein Problem.

Wie sorgen Sie für transparente Arbeitsabläufe und Abstimmungsprozesse innerhalb Ihres Teams und mit externen Fachpartnern?
Die zentrale Verwaltung der Planungs- und Konstruktionsprojekte durch den Workgroup Manager garantiert, dass von jedem Arbeitsplatz aus alle Projekte erreichbar sind – ohne Sicherheitsverluste. Wenn mehrere Benutzer gleichzeitig an einem Projekt arbeiten, wird
für alle der gleiche Datenstand bereitgestellt. Doppelte Datenhaltung ist ausgeschlossen. Für die büroübergreifende Kommunikation mit Fachplanern und Bauherren nutzen wir 3D-PDF. Das in Allplan erstellte 3D-Modell lässt sich im PDF-Format aus dem CAD-System via Mail
weiterleiten. Die Fachplaner übernehmen die Konstruktionsdaten und ergänzen das 3D-Modell um weitere Aspekte.

Allplan GmbH, Munich, Germany; © Projekt:Hotel Medical Spa Isla Valdecañas, Spanien Copyright Bildmaterial: von Miguelangel Gea & Asociados-Arquitectos